Drei gute Gründe, mit dem Mountainbiken anzufangen

Welcher Sport passt zu mir? – das ist die Frage, die du dir gerade stellst? Du überlegst, welche Gründe dafür sprechen, dass Mountainbiking deine Antwort darauf ist? Dann möchte ich dir hier einige nennen. Auch wenn ich dich natürlich nicht kenne, bekommst du hier eine Übersicht über meine persönlichen sowie über sportwissenschaftliche Argumente.

Erstens: Mountainbiking ist ein Action Sport, der jede Menge Spaß bringt

Du magst Action beim Sport? Und der Spaß soll natürlich auch nicht zu kurz kommen? Dann sind wir schon mal auf einer Wellenlänge. 🙂 Mir scheint es immer, als gebe es Menschen, die sich nie die Frage stellen, welcher Sport zu ihnen persönlich passt. Auch geht es ihnen nicht darum, Spaß zu haben. Für sie ist Sport nur ein Mittel, um fit und gesund zu bleiben oder es zu werden. Das ist natürlich nachvollziehbar und an sich nicht verwerflich. Aber ich persönlich könnte mich nie mit einem Sport foltern. Dafür ist mir meine Lebenszeit viel zu schade. Und fast jede Minute, die ich auf meinem Mountainbike sitze und in die Pedale trete, genieße ich (auch we das nicht von Anfang an so war, wie ich hier schreibe). Klar, muss man sich auch mal beim Anstieg quälen oder Ängste überwinden. Aber danach ist das Gefühl dafür umso toller. Man wird durchströmt mit Glücksgefühlen und ist ein kleines bisschen stolz auf sich, wenn man wieder etwas Neues geschafft hat.

So bestimmst du, wie viel Action du hast

Das Schöne am Mountainbiken ist, dass du selbst anpassen kannst, wie actionreich das Ganze sein soll. Und das ist ganz einfach:

  1. Suche dir Strecken heraus, die zu dem Action-Niveau passen, auf das du beim Sport gerade Lust hast. Am einen Tag bist du vielleicht schon zu erschöpft für steile An- und Abstiege. Am anderen willst du dich gerne selbst challengen und anspruchsvolle Abfahrten ausprobieren, bei denen dein Adrenalinpegel steigt.
  2. Variiere deinen Fahrstil. Zum einen kannst du natürlich rasend schnell durch den Wald brettern (dafür musst du aber auch sehr, sehr gut bremsen können, um deine Mitmenschen oder dich selbst nicht zu gefährden). Dann wird das Biken alleine durch die Geschwindigkeit zu einem Action Sport pur. Vielleicht hast du aber spontan auch Lust auf ein paar Sprünge? Na dann los!

Beim Mountainbiken hast du einfach wahnsinnig viele Möglichkeiten, an der Action-Schraube zu drehen. Und in Mountainbike-Kursen (zum Beispiel bei Trailacademy) kannst du viele Tipps und Inspirationen erhalten.

Tipps für Anfänger auf dem Mountainbike

Als Anfängerin habe ich nach einigen Stürzen mittlerweile aber leider einsehen müssen, dass all die Action nicht ganz ungefährlich ist. Daraus habe ich gelernt:

  • Ich verzichte lieber auf zu krasse Trails. Sie rauben Kraft und Konzentration, die mir dann bei Touren an anderen Stellen fehlen.
  • Ich plane meine Mountainbike-Strecken insgesamt nicht zu lang. Das war eine große Umstellung für mich als Tourenradfahrerin. Fahre ich da auch mal 90 Kilometer, reicht mir beim Mountainbiken schon die Hälfte oder weniger bei einer Feierabendrunde. Ich habe gelernt, dass es meist nicht so ist, dass ich am Ende keine Kraft mehr habe. Dafür lässt meine Konzentration aber an einem gewissen Punkt nach. Und dann passieren gerade bei mir als Einsteigerin ganz schnell Unfälle.
  • Ich vermeide es, neue Strecken alleine zu fahren. Generell bin ich am liebsten mit meinen MTB-Freunden zusammen unterwegs.

Zweitens: Mountainbiking hält dich fit und kann dir beim Abnehmen helfen

Wie jeder Sport, hat auch das Mountainbiken sehr viele positive Effekte auf deinen Körper. Es trainiert Koordination, Muskeln, Herz und Kreislaufsystem und verbrennt auch noch schön Kalorien (auf Yazio kannst du ausrechnen lassen, wie viele). Somit ist es auch ein guter Sport zum Abnehmen.

Diese Muskeln kommen auf dem Mountainbike in Fahrt

Auf dem Mountainbike werden je nach Fahrstil besonders die folgenden Muskelgruppe beansprucht:

  • Herzmuskel: Im Ruhezustand schlägt unser Herz 60 bis 90 Mal pro Minute. Machen wir Sport und setze uns z.B. aufs Mountainbike kann sich unsere Herzfrequenz auf bis zu 200 Schläge erhöhen. Wer regelmäßig biked, bringt sein Herz also auf Touren. Es ist besser durchblutet, was die Gefahr eines Herzinfarkts senkt.
  • Gesäßmuskel: Der berühmte „Radlerhintern“ kommt nicht von ungefähr. Beim Moutainbiken wird die komplette Gesäßmuskulatur gestärkt.
  • Vordere Oberschenkelmuskulatur: Wer schon einmal mit seinem Mountainbike einen langen Anstieg gemeistert hat, hat es deutlich gespürt: schmerzende Oberschenkel. Doch das effektivste Training der Oberschenkelmuskulatur erreicht man, wenn man unterhalb der Schmerzgrenze fährt und seinen Muskel nicht übersäuert.
  • Unterschenkelmuskulatur: Tritts du in die Pedale, wird dein Unterschenkel beansprucht.
  • Wadenmuskeln: Auch die Waden werden beim Tritt in die Pedale trainiert.
  • Vordere Schienbeinmuskeln: Dieser Teil deines Körpers ist vor allem bei der Aufwärtsbewegung deines gefragt.
  • Rückenmuskulatur: Unerwarteterweise habe ich meine erste Mountainbike-Tour vor allem im Rücken gespürt. Man ist kontinuierlich gebückt, was sie sehr beansprucht. Um hier Schmerzen vorzubeugen, sollte man seine Rückenmuskulatur idealerweise noch zusätzlich trainieren.

Koordinatiostraining nicht unterschätzen

Auch deine Koordinationsfähigkeiten sind beim Biken sehr gefragt. Du musst auf deinem Bike auch auf unsicherem Gelände das Gleichgewicht halten können. Außerdem ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit gefordert. Da die Koordination so zentral ist für das erfolgreiche Mountainbiking, empfehlen erfahrene Biker und Bike-Websites spezielles Koordinationstrainig für Mountainbiker.

Drittens: Dein Mountainbike bringt dich in die Natur und lässt dich abschalten

Mountainbiken: Action-Sport im Grafenberger Wald

Action in der Natur: Da erledigt sich die Frage, welcher Sport passt zu mir

Ich erinnere mich noch, wie ich nach dem letzten grauen und grausamen Winter mit meinem Mountainbike das erste Mal wieder in den Frühlingswald gefahren bin. Was für eine Wohltat! Die Sonne kitzelte mir im Gesicht, das noch zarte Grün der Bäume leuchtete hell und ich konnte nur noch Strahlen. Wie glücklich ich war, hier mit meinem Bike die Natur erkunden zu können. Ich konnte regelrecht spüren, wie eine ganze Ladung Endorphine sich in meinem Körper entlud – so kribbelte es. 🙂

Runter von der „Waldautobahn“, rein ins Gelände

Du kennst diesen Naturrausch? Dann könnte das Mountainbike auch der ideale Gefährte für dich sein, um ihn öfter zu erreichen. Im Gegensatz zum normalen Tourenrad, erlaubt dir dein MTB die „Waldautobahnen“ zu verlassen und mitten durchs Gelände zu gurken. Auf schmalen Pfaden bist du der Natur ganz nah. Und hast meist auch weniger Mitmenschen, die die Idylle stören.

Fühl den Flow dank deines Mountainbikes

Wie schon geschrieben ist beim Mountainbiken immer auch eine gewisse Konzentration gefragt. Das führt dazu, dass du idealerweise ganz im Hier und Jetzt bist und störende Alltagsgedanken einfach mal ausblenden kannst. Und schwuppdiwupp kommst du mit deinem Bike in einen Flow!

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